Ich über mich

Boris Becker

Zitate des Freizeit-Tennisprofis, Unternehmers, Teilzeit-Rentners

Von Katja Alves

Jeder hat ein paar Leichen im Keller. Ich habe dort aber nicht sehr viele.

Ich halte nichts für ausgeschlossen.

Als ich auf die Welt kam, bin ich schon in glückliche Umstände hineingeboren worden. Die meisten Leute haben nicht die Chance, die ich vom Leben geschenkt bekommen habe.

Ich gebe zu, am Anfang meiner Karriere hat mich dieses Lichtfigur-Image belastet, aber da war ich erst 16. Jetzt stört mich das längst nicht mehr.

Ich bin alles, aber kein Idiot.

In meinem besten Jahr war ich die Nummer 1, in meinem schlechtesten die Nummer 10, und das ist immer noch ganz ordentlich.

Ich brauche wenig Platz und bin viel auf Reisen.

Ich lasse mich nur sehr ungern vor einen Karren spannen. Zumindest in der Politik ist das so, im Privaten sieht’s wieder anders aus.

Ich habe festgestellt, dass ich vor meinem Gesicht nicht flüchten kann.

Ich habe irgendwann Verantwortung für mein eigenes Leben übernommen. Und dieser Verantwortung stelle ich mich. Das ist hoffentlich ein Prozess, der noch lange andauert und nie aufhört.

Ich sehe mich als Unternehmer in verschiedenen Bereichen.

In Wimbledon hat das Beten immer genützt.

Ich hasse nichts mehr, als in einer Herde mitzulaufen. Mache ich aber manchmal trotzdem, ist ja entspannend und der einfachere Weg.

Ich bin gerne allein, aber kein Einzelgänger.

Für Mode interessiere ich mich, seit ich 15 war. Wenn Sie in meinen Kleiderschrank schauen und in den meiner Freundin oder meiner Ex-Frau, dann werden Sie sehen: Ich habe doppelt so viel Kleidung. Was schwer ist bei diesen Frauen.

Es muss irgendeine Form geben, wie wir weiterexistieren. Das Leben macht sonst keinen Sinn. Was wir treiben, wäre sonst absolut lächerlich.

Ich habe ein elefantöses Gedächtnis.

Für mich sind die Basketballer die besten Athleten.

Ich verdiene genug, um mir zwei Wohnungen in der Schweiz leisten zu können.

Warum man diesen Sport betreibt, ist eine Frage des Charakters. Macht man ihn wegen des Geldes, dann kann man nach zwei Jahren aufhören. Macht man ihn, um seine eigene Grenze zu erreichen, um einer der besten Tennisspieler aller Zeiten zu werden, dann hat man eine Chance auf eine lange Karriere. Ich gehöre zur zweiten Kategorie.

Es liegt in der Natur des Sports: dass eine Karriere irgendwann zu Ende geht, dass man als Sportler irgendwann zu alt ist. Das war bei mir mit dreissig der Fall.

Ich hätte mehr Turniere gewinnen müssen. Vor allem auf Sand. Aber ich glaube, ich darf über meine Karriere nicht meckern.

Ich hoffe nicht, dass mein Sohn mein Nachfolger wird.

Ein Kind ist wie ein Geschenk. Es sucht sich seine Eltern nicht aus. Und wir probieren dieser Verantwortung gerecht zu werden.

Wieso macht man mein Glück eigentlich immer von einer Frau abhängig?

Am liebsten habe ich es eigentlich noch immer, wenn man mich mit Vor- und Nachnamen anspricht.

Lustigerweise, rutsche ich immer in den Schweizer Akzent, wenn ich mit Schweizern spreche.

Ich bin Teilzeit-Rentner. Ich sitze aber nicht zu Hause und werde hundert Kilo schwer.

Ich habe mittlerweile ganz gute Menschenkenntnisse.



Quellen: Blick, Cash, Glückspost, Schweizer Illustrierte, Sonntagszeitung, Spiegel, Sport, Stern, Süddeutsche Zeitung, Tele

Zusammengestellt von Katja Alves

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