CD-Tipp

The Minus 5

The Gun Album

Von Albert Kuhn

Yeah, yeah

The Minus 5 haben viele Einflüsse. Klingen hier mal nach Beatles, andererseits nach Beatles und hier und da auch noch ein bisschen nach Beatles. Was tun? Eins hinter die Ohren und Instrumente abgeben? Wenn das bloss nicht so gut tönen würde. Und im zweiten Song so fadenge- rade abrockte, dass man sich unwillkürlich vier stockbesoffene Liverpudlians vorstellt, Hamburg, Kaiserkeller, 9. November 1960, eine Vorahnung von Punk spielend. Auf Song drei – ein Ablenkungsmanöver – klingt’s nach Kinks. Song vier wieder nach Paul McCartney. Sapperlot, wo sind wir gelandet, dass wir so etwas gut finden? Kann man uns heute schon ein Herz für ein U vormachen? Die Musik ist nicht spektakulär, nicht neu, kaum tagesradiotauglich, dafür unwiderstehlich, Song für Song mutiger werdend. So, wie R.E.M. sollten. Die New York Times meint: «Sänger McCaugheys Songs horchen zurück auf jenen Moment der sechziger Jahre, wo überschwänglicher Rock’n’Roll die ersten LSD-Effekte vorwegnahm.»

The Minus 5: The Gun Album. Musikvertrieb

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