Sandra Scott - Sie drehte Pornofilme, wurde danach Wrestlerin und später Privatdetektivin. Der Erfolg hielt sich in Grenzen, der Wille zur Aussergewöhnlichkeit nicht. Seit einem Jahr ist die 39-Jährige tagsüber Mutter, abends Kopfgeldjägerin, ein Job, den rund 1200 Amerikaner ausüben, allerdings nur wenige Frauen. Scott jagt Sträflinge, die ihre Kaution von einer Bank entlehnten – und verschwanden. Meistens ist sie, unüblich für ihr Business, allein unterwegs, weshalb ihr Mann sich fürchtet, «dass sie mal erschossen oder erstochen wird». Sie selbst findet’s nicht halb so gefährlich, «neunzig Prozent der Zeit warte ich und beobachte Flüchtige». Die restliche Zeit verbringe sie damit, Infos zu beschaffen. Als Floristin und Obdachlose hat sie sich schon ausgegeben, gar mit dem Foto ihrer angeblich verlorenen Katze an fremde Türen geklopft. «Kopfgeldjäger brauchen einen sechsten Sinn, damit sie die Körpersprache der Leute lesen können. Als Mutter hat man den einfach.»













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