Er sei genetisch tot, sagt der Genetiker Steve Jones, 61, denn er habe keine Kinder. Überhaupt sei er in vieler Hinsicht kein typischer Vertreter des männlichen Teils unserer Spezies: Er habe noch nie jemanden verprügelt, könne nicht Fahrrad fahren, habe erst mit vierzig Jahren schwimmen gelernt und sei noch nie in einem Fussballstadion gewesen (soweit er sich erinnert, hatte er in den fünf Jahren Sportunterricht in der Schule kein einziges Mal Ballkontakt).
Das hindert ihn aber nicht daran, über die Genetik der Männer nachzudenken. Mit seinem vor zwei Jahren erschienenen Buch «Y» präsentierte er das Porträt jenes Chromosoms, in dem «die Fracht der Männlichkeit befördert wird». Steve Jones zählt im angelsächsischen Raum zu den populärsten Wissenschaftsautoren. Er ist Professor für Genetik am Galton Laboratory am University College London – dort, wo schon Darwins Cousin Francis Galton wirkte.
In seinen Forschungsarbeiten beschäftigt sich Jones mit der Diversität und Evolution von Schnecken. Was die Evolution des Menschen angeht, ist sich Jones sicher: Sie ist schon seit langem zu Ende.













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