Das Interesse von Auslandredaktor Urs Gehriger an dem Mann, der auf dem Titelbild stilisiert zu sehen ist, entstand durch schrecklichen Zufall. Am 19. August 2003 explodierte vor dem Uno-Hauptsitz in Bagdad eine 1000-Kilogramm-Bombe, 22 Menschen starben. Gehriger befand sich zum Zeitpunkt des Anschlags einen Kilometer vom Gebäude entfernt und sah als erster Journalist, wie die Überlebenden aus den Trümmern krochen. Zur Tat bekannte sich ein Mann, der heute als der gefährlichste der Welt gilt: Abu Mussab al-Sarkawi.
Seit dem Ereignis ist Gehriger mit ausgiebigen Recherchen und auf diversen Reisen dem Phänomen Sarkawi auf der Spur. Er knüpfte Kontakte zu Fahndern, Opfern, Kampfgefährten, Gefängniskollegen, Jugendfreunden, Verwandten. Dabei ist er auch auf bisher im Westen unveröffentlichte Dokumente gestossen sowie auf Zeichnungen und Fotografien aus der Jugendzeit des Terroristen.
In einer dreiteiligen Serie präsentiert Gehriger die Ergebnisse seiner Nachforschungen. Er erklärt, wie Sarkawi den Widerstand im Irak organisiert, das Internet als Waffe benutzt und sein Netzwerk nach Europa ausdehnt. Lesen Sie in Teil I: Der Aufstieg vom Kleinkriminellen zum meistgesuchten Terroristen. Siehe Artikel zum Thema «Abu Mussab al-Sarkawi: Der Shooting Star»
Wir ziehen in dieser Ausgabe den Kochhut vor einer Frau, die nicht nur ein Jahr lang ausgezeichnet ist, sondern seit Jahrzehnten: Marianne Kaltenbach, grosse Dame der Schweizer Kulinarik. Einige ihrer etwa 50 Kochbücher – die Zahl weiss die heute 84-Jährige nicht so genau – sind Klassiker geworden, andere Geheimtipps geblieben. Für Fotografin Nadja Athanasiou kochte sie eine Dorade, unserem «Zu Tisch»-Kolumnisten Christian Seiler verriet sie einiges und dazu drei bisher unveröffentlichte Rezepte. Siehe Artikel zum Thema «Marianne Kaltenbach: Man nehme:»
Köbi Kuhn, Trainer der Fussball-Nationalmannschaft, hätte Grund gehabt, beleidigt zu sein. Nachdem ihm die Interviewer Simon Brunner und Bruno Ziauddin die Abschrift des Gesprächs zur Autorisierung geschickt hatten, rief er wie vereinbart zurück – und blieb höflich-bescheiden, als er sich erklären musste. «Kuhn», meldete er sich am Telefon. «Welcher Kuhn?», fragte der vielbeschäftigte Brunner nach, der an diesem Tag für eine andere Geschichte mit anderen Kuhns zu tun hatte. «Kuhn, der Trainer.» Brunner entschuldigte sich, Kuhn, der Trainer, war kein bisschen pikiert und wollte auch am Text kein Komma ändern. Um wichtige Punkte spielt seine Mannschaft am Samstag: WM-Qualifikationsspiel Schweiz–Frankreich, 20.45 Uhr, Bern. Das Interview , siehe Artikel zum Thema «Köbi Kuhn: Jetzt rede auch ich etwas daher»
Die Leidenszeit für Fans der «Gender Studies» ist vorbei: Güzin Kar ist wieder da. Siehe Artikel zum Thema «Gender Studies: Schicksal schlagen»













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