Mit dem vorliegenden Heft habe ich meine neue Aufgabe als Chefredaktor der Weltwoche übernommen. Zusammen mit den ausgewiesenen Journalistinnen und Journalisten werde ich die Tradition dieses Blattes weiterführen: Die Weltwoche bleibt eine Autorenzeitschrift. Sie analysiert das Zeitgeschehen mit möglichst herausragenden Artikeln (und ebensolchen Bildern), überrascht mit frischen Thesen gegen den Mainstream und vermittelt in gut recherchierten Geschichten einen Blick hinter die Kulissen.
Die Weltwoche hat keine politische oder ideologische Mission, aber sie hat eine liberale Grundhaltung und eine Abneigung gegen jede Art der Freiheitsbeschränkung. Ausgehend von der Wirklichkeit, steht für uns die Wahrheitssuche im Vordergrund. Wir beklagen auch nicht die Krise der Medien, im Gegenteil: Unser hoher Anspruch soll auch künftig für Qualität bürgen und diese wiederum für wirtschaftliche Unabhängigkeit. Ich freue mich, hier zu sein.
Nach einem fünfmonatigen Abstecher zum Magazin des Tages-Anzeigers ist Brigitte Meyer als Art-Direktorin zurückgekehrt. Sie ist ab dieser Ausgabe, zusammen mit Bildchef Andreas Wellnitz, verantwortlich für die visuelle Gestaltung und Weiterentwicklung der Weltwoche. Brigitte Meyer löst Wendelin Hess ab, der das neue grafische Konzept – den Wechsel von der Zeitung zur Zeitschrift im Jahr 2002 – entworfen und umgesetzt hat. Wir danken Wendelin Hess für seine richtungweisende Arbeit, mit der er das Erscheinungsbild der Weltwoche geprägt hat und die als Massstab Gültigkeit behält.
Unsere besten Wünsche zum Abschied begleiten auch den Essayisten und Korrespondenten Richard Herzinger, der seit 2004 für uns aus Deutschland berichtet hat.
Es ist zu einem Ritual geworden, zu einem ungeliebten: die Ankündigung, dass die Krankenkassen-Prämien wieder steigen; nächstes Jahr, wie eben bekannt wurde, um durchschnittlich 5,6 Prozent bei der Grundversicherung. So voraussehbar wie die Kostensteigerung ist das Gejammer darüber. Markus Schneider mag nicht darin einstimmen. Er schildert, dass wir genau dafür bezahlen, was wir erwarten und meist auch bekommen – Spitzenpreise für Spitzenleistung. Zudem hat das Bundesamt für Statistik für uns ausgewertet, wie oft einige Operationen wie Kaiserschnitte oder Knie-Arthroskopien in den Kantonen ausgeführt werden: Die Ergebnisse verblüffen. Und sollte das Titelbild mit Ihnen dasselbe gemacht haben: Ja, es ist die neue Vize-Miss-Schweiz. Als Model gehört Melanie Meier zu den wenigen offiziell Schönsten, in ihrem Beruf, Krankenschwester, ist sie eine von vielen: Jeder zehnte Beschäftigte in der Schweiz arbeitet im Gesundheitswesen. Siehe Artikel zum Thema «Ab Seite 36»













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