Das äthiopische Topmodel Iman, im Juli fünfzig Jahre alt geworden, posiert nackt auf dem aktuellen Cover der italienischen Vanity Fair. Auch Frauen über fünfzig, so die frohe Botschaft, sind attraktiv, begehrenswert, verführerisch. Im richtigen Leben aber räkeln sich Frauen dieser Altersklasse in der Regel nicht unter Scheinwerfern, sondern zögern, ob sie zu Hause das Licht im Badezimmer anmachen sollen. Älterwerden ist, was auch immer professionelle Muntermacher erzählen («Best-Ager», «Silver-Generation»), kein Freudenfest. «Wechseljahre kommen wie eine Heuschreckenplage», schreibt Weltwoche-Redaktorin Marianne Fehr, in dieser Zeit seien die Frauen «weder Fisch noch Vogel». Also höchst interessante Wesen. Siehe Artikel zum Thema «Frauen über 50: Wie es sich nach den besten Jahren lebt»
Neunmalkluge mögen ihre Musik als «Faltenrock» verschmähen und die Band als «Rolling Bones» verhöhnen. Das dürfen sie natürlich. Bloss sollten sie das besser nicht in Anwesenheit unseres Textchefs Ingolf Gillmann tun. Der ist eigens nach Boston geflogen, um dabei zu sein, wenn Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ron Wood (zusammen fast ein Vierteljahrtausend alt) ihre 31. Welttournee starten. Hat es sich gelohnt? Nach dem Lesen seiner Hymne gibt es nur eine Antwort: Huhuuuhuhhhuuhuuu! Siehe Artikel zum Thema «Ewige Werte: Die Rolling Stones auf Tournee»
Diese Woche bekannte sich der Jordanier Abu Mussab al-Sarkawi, einer der blutrünstigsten Terroristen dieser Welt, zum Anschlag auf US-Kriegsschiffe im Golf von Akaba und den israelischen Hafen Eilat. Im Irak ist er der Statthalter von Osama Bin Laden, und aus dessen Sicht macht er seinen Job hervorragend. Anders sieht es Sarkawis Mentor, Abu Mohammed al-Makdisi. In einem Interview, das die Weltwoche Mitte Juli (Nr. 28.05) publizierte, rief er seinen ehemaligen Zögling zur Mässigung auf. Angriffe auf Kinder, Frauen und Schiiten verletzten die Prinzipien des heiligen Kriegs. Jetzt droht Sarkawi seinem Ziehvater: «Ich warne dich in Gottes Namen, folge nicht dem Wege Satans, sonst gehst du unter.» Das Dokument zum Streit unter Terrorfürsten, siehe Artikel zum Thema «Islamisten: Terrorist Sarkawi bricht mit seinem Lehrmeister».
Die Entrüstung war gross, nachdem die Weltwoche in der letzten Ausgabe die vertraulichen Pläne zur Totalüberwachung der Schweiz publiziert hatte. Ehemalige Fichierte wie Nationalrat Josef Lang (SGA/ZG) forderten die Entlassung von Staatsschutz-Chef Urs von Daeniken, Staatsrechtsprofessor Marcel Alexander Niggli sprach von einem «unglaublichen Vorgang». Bundesrat Christoph Blocher hat inzwischen den Gesetzesentwurf zurückgewiesen, doch die Gefahr ist nicht gebannt. Der Kommentar von Urs Paul Engeler zur neusten Entwicklung, siehe Artikel zum Thema «Kommentar: Polizeistaat Europa».
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