Chefredaktor Simon Heusser, 38, verlässt wegen nicht überbrückbarer Differenzen in Führungsfragen zwischen ihm und der Geschäftsleitung der Jean Frey AG die Weltwoche. Wir bedauern seinen Abgang sehr und danken ihm für sein grosses Engagement für die Weltwoche. Simon Heusser war für unser Blatt jahrelang in verschiede- nen Funktionen tätig gewesen, seit Mai 2004 als Chefredaktor. Wir wünschen unserem Kollegen alles Gute für die berufliche und private Zukunft.
Die bisherigen Mitglieder der Chefredaktion – Markus Somm, stellvertretender Chefredaktor, Andreas Dietrich und Walter De Gregorio – werden die Redaktion bis auf Weiteres führen.
Der Mensch ist missverstanden von Anfang an. Bei der Geburt wird über ihn gesagt, er habe «das Licht der Welt erblickt», dabei: Was erblickt er da? Frischgeboren sieht er alles wie durch einen Schleier, in den ersten drei Lebensmonaten können Neugeborene nur Bewegungen und grosse beziehungsweise sich in der Nähe befindende Objekte erkennen. Ausserdem kann ein Baby erst nach etwa zwei Monaten Farben unterscheiden. Das Licht der Welt erblicken: Klingt viel zu triumphal für das Erleben dieses diffusen Helldunkels, das es in Wirklichkeit ist.
Das Licht hingegen, das Menschen am Ende ihres Lebens sehen, vornehmlich aus einem Tunnel gleissend, ist hell, grell und strahlt eine verführerische Wärme aus. Das berichten jedenfalls übereinstimmend viele, die davon überhaupt erzählen können: Leute, die sogenannte Nahtod-Erfahrungen gemacht haben. Péter Nádas ist einer davon. In einem langen, intensiven Gespräch in einem Nebenzimmer eines Zürcher Hotels schilderte der ungarische Schriftsteller unserem Wissenschaftsredaktor Mathias Plüss seine Erfahrungen während eines dreieinhalbminütigen Herzstillstands. Als ein anderer Hotelgast das Zimmer betreten wollte, wehrte Nádas ab: «Entschuldigen Sie, es ist sehr persönlich, ich spreche gerade von meinem Tod.» Erhellendes über Nahtod-Erfahrungen, siehe Artikel zum Thema «Zurück im Leben: Eben nach dem Tod»
Ist die Seife echt? «Garantiert», sagt der Künstler Gianni Motti, der sie hergestellt hat – aus dem Bindegewebe, das sich Italiens Premier Silvio Berlusconi vor anderthalb Jahren in einer Luganeser Klinik hatte absaugen lassen. Motti, der schon manche unglaubliche Aktion durchgeführt und alle zweifelsfrei dokumentiert hat, würde auch den Wahrheitsbeweis antreten. Falls Berlusconi, selbst keine Lichtgestalt der Wahrheit, die Echtheit anzweifeln wollte, sagt Motti, «kann er mich gern anrufen, dann arrangieren wir einen DNA-Test». Die Geschichte des eingeseiften Berlusconi, siehe Artikel zum Thema «Operation «Mani pulite»: Politik aus dem Bauch»
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