Fred Andermatt: Also, wie gesagt: kein Blatt vor den Mund.
Andermatt Revue: Alles klar, Herr Andermatt.
Nicht dass es dann heisst, es sei ein Gefälligkeitsinterview. Haha.
Hihi.
Spass beiseite: Eine Hauszeitschrift hat immer gegen Unabhängigkeitsvorurteile anzukämpfen. Oder sehen Sie das anders?
Nein nein, das sehe ich genauso.
Also stellen Sie ruhig knallharte Fragen.
Okay, Herr Andermatt.
Ich kenne Medien mit grösseren Abhängigkeiten als die Andermatt Revue.
Da haben Sie natürlich völlig Recht.
Unabhängigkeit ist nämlich nicht in erster Linie eine materielle Frage. Sie ist eine Frage des Geistes.
Genau, Herr Andermatt.
Diesen Satz könnten Sie zum Beispiel ruhig ins Interview aufnehmen. Haben Sie ihn notiert?
Bin schon dabei.
Unabhängigkeit – ist – keine – materielle – Frage, Punkt. Sie – ist – eine – Frage – des – Geistes. Haben Sie das?
Ja, schöner Satz, Herr Andermatt.
Vielleicht können Sie damit etwas im Titel machen. Aber ich will Ihnen nicht dreinreden. Sie machen das Interview.
Ist aber eine schöne Idee. Als Titel. Oder als Lead.
Und wie würde dann der Titel lauten?
Einfach: Fred Andermatt. Fett. Und darunter das Zitat als Lead.
Mhm. Doch. Das stelle ich mir sehr prägnant vor. Und dazu das Foto. Hat mein Sekretariat Ihnen das Foto schon gegeben?
Ja. Bereits letzte Woche.
Wie finden Sie es?
Echt gut.
Hat auch genug gekostet, haha.
Hihi.
Also, erste Frage. – Vielleicht beginnen wir mit einem kurzen Tour d’Horizon.
Genau, so etwas Ähnliches hat mir auch vorgeschwebt.
Ich sehe, Sie verstehen Ihr Metier. Nicht wie Ihr Vorgänger.
Vielen Dank, Herr Andermatt.
Der hat dumme Fragen gestellt. Harte Fragen vertrage ich. Dumme nicht.
Sehr schön gesagt.
Wie auch der Vorgänger Ihres Vorgängers. Hat auch dumme Fragen gestellt.
Ach.
Also, schiessen Sie endlich los.
Okay.
Aber knallhart!













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