Während zum Jahresabschluss die grossen Kommentatoren orgeln, liefern wir ein Heft mit lauter Interviews. Die Themen: Kannibalismus, Fussball, Irak, die Liebe, Flugzeugabsturz, Weltkrieg, Springsteen, EU, Frisuren, der Zustand der Welt, Islam, der Ursprung des Menschen, Japan, Schönheit, Bankgeheimnis, Gott etc.
Das Personal: Filmregisseure, Schönheitsköniginnen, ein Bundespräsident, Starschriftsteller, Bauarbeiter, ein Scheich, Rockmusiker, die Nachfahrin von mauretanischen Sklaven, ein vielstimmiger Chor, in dem das Spektrum gesellschaftlicher Möglichkeiten anklingt. Redaktionell betreut wurde das Heft von unserer Wissenschaftschefin Theres Lüthi.
Entbehrungsreich war der Weg zum Mikrofon. Moskau-Korrespondent Stephan Hille musste der abgesetzten Miss Universum in St. Petersburg per Kleinkredit die Handyrechnung zahlen, ehe es zum Treffen kam. Washington-Korrespondent Martin Kilian wurde von US-Präsident Clintons früherer Aussenministerin Madeleine Albright derart oft versetzt, dass er bei seinem letzten Versuch kurzfristig verschollen ging, wieder auf- und untertauchte. Schliesslich brach der Kontakt zur Schaltzentrale Zürich völlig ab. Kilian, bitte melden.
Ein Wort zum Logo: Wir nehmen mit der Verweihnachtlichung eine alte Weltwoche-Tradition von neuem auf. Wie das Faksimile zeigt, hat das Blatt bis in die sechziger Jahre mit seinem Schriftzug auf die Festzeit reagiert. Unser Art Director Wendelin Hess hat mit dem Illustrator Gregory Gilbert-Lodge eine dem neuen Format angemessene Variante gestaltet.
Zum Abschluss des Jahres ist ein grosser Dank auszusprechen. Er geht an unsere Leserinnen und Leser, die uns mit ihrer Treue, ihrer Kritik, ihrem Wohlwollen, ihrem Ärger und ihrer wachsenden Zahl fordern und erfreuen. Im Speziellen bedanken wir uns auch bei den Wiener Kaffeehäusern («Prückel», «Sperl» etc.), die einen verlässlichen Aussenposten unseres Verlags bilden, indem sie die Weltwoche freundlicherweise im Sortiment ihrer Weltblätter anbieten. Ein herzlicher Weihnachtsgruss von Zürich nach Wien! Wir werden uns auch in Zukunft um höchste Ansprüche der Glaubwürdigkeit und der intellektuellen Redlichkeit bemühen.
PS: Die nächste Ausgabe der Weltwoche erscheint am Dienstag, 31. Dezember.













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