Im grenzenlosen Enthusiasmus über Obamas Wahl geht die Frage nach den Absichten und Qualitäten des neuen Präsidenten verloren. Einen Blick hinter seine Fassade gewähren Obamas Weggefährten und seine eigenen Bücher. Von Hanspeter Born mehr...
Über dieses Dossier
Hier finden Sie die gesammelte Weltwoche-Berichterstattung zu den US-Präsidentschaftswahlen 2008.
Gegen den Rockstar hatte Krieger McCain keine Chance. Obamas Wahlheimat Chicago feierte den ersten Schwarzen im Weissen Haus und den ersten Internet-Präsidenten.
Rahm Emanuel, Stabschef im Weissen Haus, wird für Barack Obamas Umfragetief verantwortlich gemacht. Nun schlägt der abgebrühte Taktiker zurück. Indiskretionen aus Regierungskreisen sollen zeigen, dass Obama seine grössten Flops selbst zu verantworten hat.
Die Konservativen feiern Urständ. In Washington versammelte man sich zum Jamboree und warf sich in Siegerpose. Die Parteielite beobachtet das Treiben mit gemischten Gefühlen.
Zuerst erweckte der neue US-Präsident den Eindruck, als wolle er Bushs Raketenabwehr beerdigen. Nun erhält das umstrittene Projekt eine Neuauflage. Barack Obamas Abwehrschild vor den Pforten des Irans ist Teil einer beispiellosen Aufrüstung in der Golfregion.
Barack Obama ein begnadeter Autor? Das Memoiren-Buch «Dreams from My Father» legte bis bis jetzt Zeugnis dafür ab. Immer schärfer stellt sich heraus: Geschrieben hat es ein anderer. Nämlich Bill Ayers, Bombenbastler, Anarcho-Marxist und laut Obama nur ein Kerl aus der Nachbarschaft.
Der Nobelpreis ist für Obama kein Klotz am Bein, wie viele befürchten. Im Gegenteil. Er wird seine Visionen weiterverfolgen. Dies aber ist die grösste Hypothek für den Frieden.
Der neue US-Präsident Barack Obama setzte bei seinem Amtsantritt auf den totalen Neuanfang. Aussenpolitisch verbreitet er vor allem Unsicherheit. Obamas Lernkurve bleibt steil.
Seit seinem Amtsantritt haben sich die Gegner Obamas im Volk verdoppelt. Aus der Lichtgestalt ist ein Angstfaktor geworden. Wie hat sich Barack Obama in die Abwärtsspirale manövriert? Der US-Präsident trat als Brückenbauer an, doch die Gräben zwischen den Parteien werden immer tiefer.
Endlich habe Amerika wieder eine gesunde Regierung, sagt der US-Schriftsteller Philip Roth. Bush hätte man nicht einmal die Leitung einer Eisenwarenhandlung anvertrauen können. Ob ein Präsident schwarz oder jüdisch sein, habe wohl keine grosse Bedeutung.
Barack Obama schmeichelt russischen Grossmachtsgefühlen. Kein Wunder, spricht man in Moskau von Neustart und Harmonie. In Wahrheit hat der US-Präsident dem Kreml nichts von Substanz abgerungen. Seine Vision einer atomwaffenfreien Welt versperrt ihm den Blick auf die Realität.
Ob im Fernsehen oder in der Politik: Seit 60 Jahren verhilft der Teleprompter Rednern zu rhetorischen Höhenflügen. Keiner nutzt die «elektrische Souffleuse» so wie US-Präsident Barack Obama.
Früher als erwartet, verliert Barack Obamas Stern an Glanz. Der neue Präsident droht sich an zu vielen Fronten aufzureiben. Die Fehler häufen sich, doch es gibt Lichtblicke.
US-Finanzminister Timothy Geithner galt als Heilsfigur. Seit kurzem löst der Aufsteiger Irritationen aus. Seine Bankenpläne bedeuten einen Richtungswechsel für Amerika.
Soll der Staat Milliarden in die Wirtschaft pumpen oder einfach Steuern senken? In den USA wächst der Widerstand gegen die Konjunkturpläne von Präsident Obama.
In München skizzierte Vizepräsident Biden erstmals die künftige Aussenpolitik der USA. Die Abkehr von der Ära Bush liegt vor allem im Ton. Wesentliches bleibt unverändert.
Was beschäftigt den neugewählten Präsidenten? Welche Prioritäten setzt er? Wen holt er in sein Team? Wir veröffentlichen Barack Obamas erstes Interview seit seiner Wahl, geführt von CBS-Korrespondent Steve Kroft.
Die Aussenpolitik ist das, was die Welt am neuen US-Präsidenten am meisten interessiert. Von Barack Obama war bisher wenig Gehaltvolles darüber zu erfahren. Dokumente und Aussagen seiner Berater lassen auf einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit schliessen.
Gegen den Rockstar hatte Krieger McCain keine Chance. Obamas Wahlheimat Chicago feierte den ersten Schwarzen im Weissen Haus und den ersten Internet-Präsidenten.
Die Niederlage vor Augen, beginnen sich die Republikaner gegenseitig zu beschuldigen. Derweil verfolgt Sarah Palin ihre weitere Karriere. Aber nichts ist entschieden.
Im grenzenlosen Enthusiasmus über Obamas Wahl geht die Frage nach den Absichten und Qualitäten des neuen Präsidenten verloren. Einen Blick hinter seine Fassade gewähren Obamas Weggefährten und seine eigenen Bücher.
Barack Obama liegt in den Meinungsumfragen deutlich vorne und wird zum neuen Präsidenten der USA gewählt werden. Dies jedenfalls ist die weitverbreitete gängige Meinung.
Der amerikanische Wahlkampf lebt von unerwarteten Wendungen. Die jüngsten Börsenturbulenzen rücken Wirtschaftsfragen ins Zentrum der Debatte. Wer profitiert?
John McCain ist Republikaner bis ins Mark. Trotzdem misstrauen ihm zahlreiche Parteigenossen,während er unter Demokraten hohes Ansehen geniesst. Stationen einer amerikanischen Legende.
Gemäss jüngsten Umfragen schmilzt der Vorsprung von Barack Obama auf John McCain. Viele Wähler misstrauen den schönen Worten, sie halten den Kandidaten für unerfahren und elitär. Am Parteikonvent der Demokraten inszenierten ihn seine Berater deshalb als Ur-Amerikaner.
Barack Obamas Schaulauf durch Europa schürt überzogene Hoffnungen. Die Schattenseiten des Demokraten werden ausgeblendet. Ein Blick in die Familiengeschichte der Präsidentschaftsanwärter offenbart zwei Persönlichkeiten, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Die Traumfabrik Hollywood ist in der Manipulation der Wirklichkeit erstaunlich erfolgreich. Das jüngste Beispiel ist die breite Akzeptanz von Barack Obama.
Barack Obama verspricht einen Geldsegen aus dem Steuersäckel, John McCain Steuersenkungen. Keiner sagt, wie das zu bezahlen ist. Weil das keiner weiss.
Das Rennen scheint entschieden. Barack Obama wird als Kandidat der Demokraten um die Präsidentschaft kämpfen. Er stellt sich als moralische Lichtfigur dar, die Amerikas Ansehen als Leader der freien Welt wiederherstellen will. Zweifel an der Selbstpreisung sind jedoch angebracht.
Der gefürchtete Bush-Kritiker Paul Krugman glaubt an ein Abklingen der Rezession. Er sagt den Demokraten eine grosse Zukunft voraus, hegt aber Zweifel an Barack Obama.
Wird Barack Obama entzaubert? Seine jüngste Krise offenbart Schwächen. Grundsätzlich enttäuscht der Wohlfühl-Politiker mit Ideen aus der sozialistischen Mottenkiste.
Das Rennen um die demokratische Präsidentschaftsnomination bleibt offen. Hillary Clinton zieht alle Register, um Obama auf der Schlussgeraden abzufangen.
Ein politisches Programm ist nicht erkennbar, seine Positionen sind ungreifbar wolkig. Trotzdem schart Barack Obama eine verzückte und schnell wachsende Anhängerschaft um sich. Was ist es, das Millionen von Menschen in den Bann zieht?
Hillary Clintons Versuche, Barack Obama aufzuhalten, zeigen keinen Erfolg. Besonders viel Unterstützung erhält der Feel-good-Politiker von den Millennials. So bezeichnen Soziologen jene optimistische, aber konfliktscheue Generation, die um die Jahrtausendwende erwachsen geworden ist.
Bei den Republikanern ist der Weg für John McCain frei, obwohl ihm einflussreiche Konservative misstrauen. Das demokratische Duell Clinton – Obama steht unentschieden.
Dank weiblicher Unterstützung liegt die Demokratin im Rennen um die Präsidentschaftsnomination nun vorne. «Jetzt sind wir an der Reihe!» ist der Schlachtruf der Frauen.
Michelle Obama, die 43-jährige Frau von Präsidentschaftsanwärter Barack Obama, wird jetzt in Sachen Kosmetik und Modegeschmack unter die Lupe genommen.
Der republikanische Bewerber um die Präsidentschaftsnomination John McCain galt politisch als tot: Die Wählerbasis bröckelte, Spenden blieben aus. Nun erlebt der 71-jährige ehemalige Kriegsheld eine Wiederauferstehung als Favorit im erstaunlichen Vorwahlkampf in den USA.
Die 37-jährige Harvard-Professorin Samantha Power gehört zum engsten Kreis um Barack Obama. Sie verspricht sich von ihm, dass er die politischen Gräben überwindet.
Die Amerikaner wollen wieder einen «Diener des Volkes». Barack Obama ist der einzige demokratische Kandidat, der den Zeitgeist nicht nur erkannt hat – er weiss ihn zu nutzen.
Im exklusiven Vorabdruck der deutschen Erstausgabe seiner Biografie «Ein amerikanischer Traum» beschreibt Barack Obama, wie er als 19-jähriger Afroamerikaner Drogen und Müssiggang den Rücken kehrte und in der Politik seine Berufung fand.
Als First Lady Amerikas kämpfte sie mit glühender Hingabe um die Ehre ihres Mannes. In ihrem eigenen Wahlkampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten verströmt Hillary Clinton die Emotionalität einer Parkuhr.
Hollywood stellt sich hinter Barack Obama und schiesst mit Giftpfeilen auf Spitzenkandidatin Clinton. «Die Unverwundbare» verliert erstmals die Contenance.
Er gilt als bester Redner seit Ronald Reagan, wird von Weissen und Schwarzen gefeiert wie ein Rockstar und stiehlt der Politveteranin Hillary Clinton die Show. Trotzdem wird es für Barack Hussein Obama schwierig, Präsident der Vereinigten Staaten zu werden.
In ihrem Streben nach der Präsidentschaft hat sich Barack Obama als Hillary Clintons Alptraum entpuppt. Die Frage ist nun: Was ist das grössere Handicap – Hautfarbe oder Geschlecht?