Gewerkschaften schlagen Alarm: Der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern hat erstmals seit zehn Jahren zugenommen. Nüchtern betrachtet zeigt sich: Am Arbeitsplatz werden Frauen systematisch bevorzugt. Von Diskriminierung kann keine Rede sein. Von Philipp Gut mehr...
Über dieses Dossier
Alles zu den Themen Gleichstellung, Gender-Rollen sowie Frauen und Karriere.
Der Chefredaktor der Wiener Zeitung wurde freigestellt. Auch weil er ketzerische Thesen zur Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern vertritt. Wie steht es um die Benachteiligung von Schweizer Frauen im Erwerbsleben?
Mit dem Ziel der beruflichen «Gleichstellung» werden Millionen in Förderprogramme für Frauen gesteckt. Die Massnahmen laufen ins Leere. Die Wirtschaft sucht längst dringend nach weiblichen Führungskräften. Zehn Gründe, warum Frauen trotzdem keine Karriere machen.
Gewerkschaften schlagen Alarm: Der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern hat erstmals seit zehn Jahren zugenommen. Nüchtern betrachtet zeigt sich: Am Arbeitsplatz werden Frauen systematisch bevorzugt. Von Diskriminierung kann keine Rede sein.
Der Chefredaktor der Wiener Zeitung wurde freigestellt. Auch weil er ketzerische Thesen zur Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern vertritt. Wie steht es um die Benachteiligung von Schweizer Frauen im Erwerbsleben?
Handeln Frauen, die sich stärker um ihre Karriere als um ihre Kinder kümmern, gegen die eigene Natur? Nein. Der erstaunliche Befund der Anthropologie: Mutterliebe ist ein grosser Karrieretreiber.
Gehören Mütter nicht in wirtschaftliche Führungspositionen? Ist es die biologische Bestimmung des Weibes, nur für den eigenen Nachwuchs da zu sein? Erstaunlich, wie unlogisch die Weltwoche argumentiert. Die Rolle der leiblichen Mutter bei der Erziehung wird krass überschätzt.
Die Unternehmerin Antoinette Hunziker-Ebneter glaubt an die Vereinbarkeit von Karriere und Mutterschaft. Auch die besten Chefs seien nicht unsersetzlich. Ihr eigener Sohn habe es immer befürwortet, wenn die Mutter im Beruf ganz vorne mitspielt.
Eine Konzernchefin dürfe während der Krise nicht in den Mutterschaftsurlaub, schrieb Roger Köppel kürzlich in einem Editorial. Damit waren zahlreiche Leserinnen und Leser nicht einverstanden. Nun antwortet Köppel via Videokommentar: Keineswegs sei es seine Absicht, Frauen in Führungspositionen zu beleidigen, es gehe ihm vielmehr um die Frage, was gute Firmenführung in Krisenzeiten ausmacht.
Der Bauch einer Frau ist Privatsache. Gehört er einer Topmanagerin, wird er zum Politikum. Im Fall ihrer Chefin Jasmin Staiblin handelt die ABB Schweiz ungeschickt.
Jasmin Staiblin, Schweiz-Chefin von ABB, hat ein Kind geboren und geht in den Mutterschaftsurlaub mitten in der schweren Wirtschaftskrise. Ist das verantwortungsvoll?
Sein Editorial zum Thema Familienbesteuerung hat Roger Köppel eine Flut von Leserbriefen, viel harsche Kritik, aber auch einiges an Zustimmung eingetragen. Im aktuellen Videokommentar erklärt der Weltwoche-Chefredaktor nochmals, weshalb niemand eine Familie gründen sollte, der sich keine Familie leisten kann.
Die OECD legt eine Studie über die schulischen Leistungen von Mädchen und Knaben vor. Es zeigen sich grosse Differenzen. Man ist besorgt. Warum eigentlich?
Gutausgebildete Frauen zwischen 30 und 45 haben es zusehends schwer, einen Partner zu finden. Während eine Karriere Männer attraktiver macht, scheint bei Frauen das Gegenteil einzutreten. Die Emanzipation erweist sich als Bumerang. Was ist zu tun?
Was ein Grund zur Freude sein könnte - viele Frauen verdienen heute mehr als ihre Männer -, sorgt im Alltag für Ärger. Es geht um Geld, Hausarbeit und Sex, vor allem aber um Statusstolz und Statusverlust.
Der Staat ist ein tägliches 50-Millionen-Franken-Geschäft für die Frauen. Das machen sozialdemokratische Politikerinnen nun transparent, unfreiwillig allerdings.
Um als Frau Karriere zu machen, braucht es mehr als Fleiss und Talent. Wie man Mitarbeiter gegeneinander ausspielt, Chefs bezirzt und Untergebene abkanzelt.
Die Schweiz sei weit von der Gleichstellung von Mann und Frau entfernt, sagt ein eben veröffentlichter Bericht des WEF. Kaum ein Land im Westen sei so unterentwickelt. Sogar Kuba habe es besser.
Sie erobern das Rütli, erweitern ihre Macht. Man klagt über Unterdrückung, aber längst prägen die Frauen die Schweizer Politik. Die Bilanz nach 36 Jahren Gleichberechtigung: Frauen sind linker, ökologischer und staatsgläubiger als Männer.
Im Beruf bringen sie Höchstleistungen, und zu Hause wollen sie gute Väter sein. Wie Denner-Chef Philippe Gaydoul, Herzspezialist Thierry Carrel, Prionenforscher Adriano Aguzzi und Nationalbanker Philipp Hildebrand das Unvereinbare zusammenbringen.
Die SP will ein paar Milliarden Franken an Eltern verteilen, die ihre Kinder in Krippen schicken. Man verspricht sich mehr Geburten, mehr Wachstum, mehr Steuereinnahmen, mehr Frauen im Erwerbsleben. Die Hoffnungen sind nicht einzulösen.
Vor dem Gesetz sind Mann und Frau längst gleich. Doch den Schweizer Gleichstellungsbeauftragten geht das zu wenig weit. Unter dem Begriff «Gender Mainstreaming» soll die Gleichschaltung der Geschlechter mit pädagogischem Furor und bizarren Programmen vollendet werden.
Mit einem einzigen Satz über berufstätige Mütter machte sich die Autorin Caitlin Flanagan Millionen von Feindinnen. Da lohnt es sich nachzufragen, ob sie noch mehr zu sagen hat über den Konflikt zwischen Emanzipation, Karriere und Kindererziehung. Sie hat.
Der Präsident der Harvard-Universität löste einen «intellektuellen Tsunami» aus – er dachte kreuz und quer und laut darüber nach, wieso es so wenige Mathematik- und Physikprofessorinnen gibt. Die Wissenschaftlerinnen konnten dem Mann nicht folgen. Wie auch?
Die Karriereleiter hat vier Sprossen, von denen die wichtigste das private Umfeld ist. Sollten die falschen Freundschaften und Hobbys gepflegt werden, helfen auch keine Seilschaften nach oben. Kurz: Den «no bullshit»-Typen gehört die Chefetage.