Die Schweiz wird heftig kritisiert für ihre Rolle an der Antirassismuskonferenz in Genf. Der Menschenrechtsaktivismus von Bundesrätin Calmy-Rey schadet den Menschenrechten. Bern agiert ungeschickt. Von Pierre Heumann mehr...
Über dieses Dossier
Hier bündeln wir unsere Berichterstattung über die Schweizer Aussenpolitik und Bunderätin Micheline Calmy-Rey. Ein besonderer Fokus liegt auf der Affäre Gontard und dem Verhältnis Schweiz - Kolumbien. Diese Texte wurden teilweise auch übersetzt in folgende Sprachen: Français, English, Español.
Die Schweiz wird heftig kritisiert für ihre Rolle an der Antirassismuskonferenz in Genf. Der Menschenrechtsaktivismus von Bundesrätin Calmy-Rey schadet den Menschenrechten. Bern agiert ungeschickt.
Das Westschweizer Fernsehen TSR will den Kolumbien-Emissär Jean-Pierre Gontard rehabilitieren. Doch die vermeintlichen Beweise sind weder neu noch stichhaltig. Inklusive komplettes Gontard-Dossier.
In an interview with the Weltwoche, former FARC hostage Ingrid Betancourt talks about how she survived six years in the jungle, why despite the brutality she suffered she does not hate her tormentors, and how she is coming to terms with her newly obtained freedom.
Im Interview mit der Weltwoche erzählt die ehemalige Farc-Geisel Ingrid Betancourt, wie sie sechs Jahre lang im Dschungel überlebte, warum sie ihre Peiniger trotz brutaler Demütigungen nicht hasst und wie sie mit der neuerlangten Freiheit ringt.
Bundesrätin Calmy-Rey kontert die Kritik an ihrer Kolumbien-Politik. Ihre vieldeutigen Beschwörungen des Dialogs stiften Verwirrung und lenken ab. Eine Duplik.
Clara Rojas folgte ihrer Chefin Ingrid Betancourt freiwillig in die Geiselhaft der Farc imkolumbianischen Dschungel. Buchstäblich aneinandergekettet, gingen die beiden Frauen durch das Märtyrium der Gefangenschaft. Bis sie erbitterte Konkurrentinnen wurden.
Bei ihrem Kolumbien-Besuch beschwor Micheline Calmy-Rey die Freundschaft. Doch hinter den Kulissen halten die Spannungen an, welche die Ministerin provoziert.
Die Schweiz ist eine Drehscheibe der Farc in Europa. Anders als in der EU wird die kolumbianische Narco-Guerilla hier nicht als terroristische Organisation qualifiziert. Hilfswerke spielen eine wichtige Rolle bei der Terroristen-Propaganda.
El vice-presidente colombiano Francisco Santos explica cómo Colombia venció las FARC militarmente y agradece al Presidente de E.E.U.U. George Bush por su apoyo.
Documentos secretos demuestran: El departamento de asuntos exteriores suizo (DFA) apoyó las maniobras políticas de la organización terrorista colombiana Farc. El emisario de Micheline Calmy-Rey hizo causa común con los secuestradores. El DFA tolera incluso una filial de las Farc en Suiza.
Newly revealed documents implicate the Swiss envoy Jean-Pierre Gontard in FARC machinations. E-Mails suggest that the professor from Geneva served as a money courier for the terrorists. His superiors in the Swiss foreign ministry continue to play down the matter. What did Foreign Minister Micheline Calmy-Rey know?
De nouveaux documents accablent le médiateur suisse Jean-Pierre Gontard. Des courriels donnent à croire que le professeur genevois aurait transporté de l'argent pour le compte des terroristes des Farc. Ses supérieurs suisses continuent à vouloir dédramatiser la situation. Que savait au juste la conseillère fédérale Micheline Calmy-Rey ?
Neue Dokumente belasten den Schweizer Unterhändler Jean-Pierre Gontard. E-Mails legen den Verdacht nahe, dass der Genfer Dozent Geldbote für die Farc-Terroristen war. Seine Schweizer Vorgesetzten wiegeln weiterhin ab. Was wusste Bundesrätin Micheline Calmy-Rey?
The Swiss mediator Jean-Pierre Gontard played a role in the hostage rescue in Colombia, albeit unknowingly and involuntarily. The false report concerning a supposed ransom payment originated from his milieu. With it, Swiss diplomacy has lost its last trace of credibility.
Secret documents show that the Swiss Department of Foreign Affairs (EDA) supported the machinations of the Colombian terror organization, the FARC. The envoy of the Swiss Foreign Minister Micheline Calmy-Rey cooperated with the hostage-takers. The EDA even tolerated the presence of a FARC office in Switzerland.
Comme le révèlent des documents secrets, le Département suisse des affaires étrangères (DFEA) a soutenu les manoeuvres politiques de l’organisation terroriste colombienne FARC. Un émissaire de Micheline Calmy-Rey avait fait cause commune avec les ravisseurs. Le DFEA a même toléré une filiale des FARC en Suisse.
Le médiateur Jean-Pierre Gontard a contribué à la libération des otages colombiens, toutefois à son insu et malgré lui. Après l’annonce d’une libération achetée, provenant de son entourage, la diplomatie suisse a définitivement perdu toute sa crédibilité.
Wer steckt hinter der Guerilla, die Ingrid Betancourt und Tausende andere verschleppt hat und ihren Kampf mit Drogengeldern alimentiert? Unser Reporter konnte als einer der wenigen Journalisten die Farc im Dschungel besuchen und traf einen ihrer obersten Führer zum Interview.
Die mit militärischer Kühnheit und höchster List durchgeführte Befreiung von Ingrid Betancourt und vierzehn weiteren Geiseln war ein Meisterstück. Der Erfolg ist letztlich eine Bestätigung der von Kolumbiens Präsident betriebenen Politik.
Der Schweizer Vermittler Jean-Pierre Gontard hat bei der Geiselbefreiung in Kolumbien mitgewirkt, allerdings unwissentlich und unwillentlich. Mit der Falschmeldung über die «gekaufte Befreiung» aus seinem Umfeld hat die Schweizer Diplomatie ihre letzte Glaubwürdigkeit verloren.
Der kolumbianische Vizepräsident Francisco Santos erklärt, wie Kolumbien die Farc militärisch besiegt hat, und bedankt sich bei US-Präsident George Bush für die Unterstützung.
Geheimdokumente zeigen: Das Schweizer Aussendepartement EDA unterstützte die politischen Manöver der kolumbianischen Terrororganisation Farc. Micheline Calmy-Reys Emissär machte mit den Entführern gemeinsame Sache. Das EDA toleriert sogar eine Farc-Filiale in der Schweiz.
Die Chefin der schweizerischen Aussenpolitikist die für die Führung ihres Amtes ungeeignetste, im Volk aber beliebteste Bundesrätin. Versuch einer Deutung.
In einer grotesken Debatte hat der Uno-Menschenrechtsrat der Schweiz Rassismus, Gewalt und Diskriminierung der Frau vorgeworfen. Für Bundesrätin Calmy-Rey ist die Kritik ein Erfolg. Mit der Uno im Rücken kann sie ihre Ziele endlich verwirklichen.
Die Schweizer Aussenpolitik fällt auf durch einseitige Verurteilungen Israels und Kumpanei mit dem Iran. Ministerin Calmy-Rey unterläuft die Interessen des Westens.
Die von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey eingefädelte Tsunami-Hilfe der Schweiz in Thailand gilt als Vorzeigeprojekt. Recherchen der Weltwoche vor Ort zeigen: Viele Häuser stehen leer, Schulen und ein Gesundheitszentrum werden kaum gebraucht.
Seit Micheline Calmy-Rey für die Aussenpolitik verantwortlich ist, zeichnet sich diese vor allem durch humanitären und menschenrechtlichen Aktivismus aus. Die Ergebnisse sind weniger beeindruckend als die Medientermine.
Die humanitären Helfer aus Calmy-Reys Aussendepartement schauen tatenlos zu, wie in Sri Lanka Spendengelder missbraucht werden. Aus politischen Gründen.
Micheline Calmy-Reys Idee eines Holocaust-Seminars mit den Iranern entsetzt jüdische Organisationen. Der Vorschlag ist typisch für eine Aussenpolitik der Fettnäpfchen und Irrungen. Die aufrechte, aber konfuse Bundespräsidentin erzeugt Kollateralschäden.
Von Urs Gehriger, Pierre Heumann und Markus Sommmehr
Kolumbien galt als unheilbar. Entführungen, Kokainkriege, Mordexzesse beherrschten das Land. Seit Álvaro Uribe regiert, vollzieht sich ein kaum beachtetes Wunder.
Fernando Araújo ging joggen und kam nicht mehr zurück. Verschleppt von der kolumbianischen Guerillaorganisation Farc, verbrachte der Minister sechs Jahre in der Gewalt der Extremisten. Sandro Benini hat ihn kurz nach der Befreiung getroffen.
Sanfter Rat an die palästinensischen Kämpfer, kleinkarierte Kritik an Israel: Bundesrätin Micheline Calmy-Rey ruiniert die Schweizer Neutralitätspolitik.
Micheline Calmy-Rey steht im Ruf, eine fähige Aussenministerin zu sein. Es gibt grössere Missverständnisse auf dieser Welt – aber nicht viele. Denn die Sozialdemokratin hat nicht nur das falsche Konzept, sie setzt es auch schlecht um.
Das meiste Kokain auf dem Weltmarkt stammt aus Kolumbiens Regenwald. Die Armee ist auf der Jagd, die Drogen-Guerilla auf der Hut. Eine Reportage von Eugen Sorg (Text) und Luca Zanetti (Bild)
Mit ein paar Geschenken und der Genfer Initiative im Gepäck bereiste Micheline Calmy-Rey den Nahen Osten. Der Ausflug in die Weltpolitik geriet zur Polit-Safari, auf der die Bundesrätin einen Bock nach dem anderen schoss.